20_DAS PROJEKT

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Die Animation:



Text zur Animation:

1. Einführung

cGrid ist eine Software zur computerbasierten Kommunikation. Intention ist es, das Angebot der bestehenden digitalen Kommunikationsmöglichkeiten in nur einem einzigen Programm zu verbinden. Statt immer zwischen den einzelnen Kommunikationsprogrammen hin- und her zu switchen – wie es bisher der Fall ist – kombiniert, verwaltet und strukturiert unsere Software die Kommunikation in einem Programm. D.h. der Benutzer hat nur noch eine Software, die ihm alle Funktionen wie beispielsweise E-Mail, Chat oder Telefonie der bestehenden Kommunikationsmöglichkeiten bietet, so dass keine weiteren Programme mehr genutzt werden müssen und dem Benutzer eine schnelle und effiziente Bedienung ermöglicht wird. Zukunftsorientiert haben wir unsere Software für unterschiedliche Devices angedacht, bei der Ausarbeitung haben wir uns allerdings auf den Computer beschränkt, da er für uns als Ausgangsmedium innerhalb der Verwaltung dient.

2. Ziel

Unsere Software soll ihre Anwendung im Privatbereich finden. Unser Fokus liegt auf der persönlichen Kommunikation. Technische oder wirtschaftliche Faktoren treten für uns somit in den Hintergrund. Wir möchten die persönliche Kommunikation fördern, deshalb stellt der Benutzer die zentrale Rolle dar. Er soll selbst steuern können, für wen er wann und wir erreichbar ist. Um das Persönliche zu erreichen, werden wir Verhaltensweisen aus der analogen Welt in die digitale Welt umsetzen. Mit digitaler Kommunikation verbindet man meist eine unpersönliche und anonyme Kommunikation. Das wollen wir ändern, indem wir Aspekte aus der analogen Welt ins Digitale integrieren.

3. Kontakte

Die Integration des Analogen ins Digitale fängt bei uns bei der Kontaktverwaltung an. Jeder Mensch hat unterschiedliche soziale Anlaufstellen, engsten Freunde, die Familie, weitläufige Bekannte, Arbeitskollegen. Mit den einen ist man vertrauter als mit den anderen, dennoch müssen all die Kontakte irgendwie koordiniert werden. In der analogen Welt ist dies einfacher. Wenn ich mit jemanden kommunizieren möchte, dann treffe ich mich mit ihm zu einem persönlichen Gespräch. Das Gleiche soll in der digitalen Welt aber auch funktionieren. Der Benutzer soll bestimmen können, für wen er wann wie erreichbar ist. Also digitales Zeitmanagement. Bei den bisherigen Kommunikationsprogrammen kann der Benutzer seinen Verfügbarkeitsstatus einstellen, ob er online, abwesend, nicht verfügbar oder beschäftigt ist. Dies hat jedoch keinerlei Auswirkung auf die Kommunikation, da dies meist von anderen Benutzern nicht respektiert wird.

4. Kontaktverwaltung

Wir gehen mit unserer Software noch mehr auf den Benutzer ein. Um die persönliche Kommunikation zu fördern, soll er selbst bestimmten, mit wem er wann und wir kommunizieren möchte. D.h. er kann individuell für jeden einzelnen Kontakt seine Erreichbarkeit einstellen. Bei unserer Software stellt die Kontaktverwaltung einen zentralen Punkt dar und bildet unter anderem die Basis für die Kommunikation. Entsprechend der Einstellungen in der administrativen Ebene ändert sich das spätere Kommunikationsverhalten. D.h. je nachdem wie der Benutzer seine Kontakte in der administrativen Ebene eingestellt hat, kann der Kontakt ihn erreichen.

Dies lösen wir über so genannte Filter. Diese Filter übertragen die Einstellungen der administrativen Ebene auf die Kommunikation. Es gibt bei unserer Software drei Filtermöglichkeiten, bzw. drei Prioritäten, die den Erreichbarkeitsstatus des Benutzers für seine Kontakte darstellen.

Der erste Filter lässt eine uneingeschränkte Erreichbarkeit zu, er heißt soviel wie "Ja, kommuniziere mit mir...". In dieser Priorität kann der Benutzer temporär wichtige Kontakte einstufen. Diese können ihn ständig und auf allen Kommunikationsarten erreichen. Also telefonisch, per Chat oder als asynchrone Nachricht.

Der zweite Filter sagt aus, dass der Benutzer momentan nur bedingt erreichbar ist, also so wie "bei mir ist es momentan etwas schlecht...". Somit können Kontakte der zweiten Priorität den Benutzer nur bedingt erreichen. Nicht alle Kommunikationsmöglichkeiten sind bei ihnen aktiviert. Sie können nur per Chat oder asynchroner Nachricht kommunizieren.

Der dritte Filter sagt aus, dass der Benutzer beschäftigt ist. Kontakte der dritten Priorität können den Benutzer nur eingeschränkt erreichen. Sie können lediglich die asynchronen Kommunikationskanäle nutzen, sprich eine E-Mail oder Voicemail senden.

Die Nachrichten werden trotz Filter übermittelt, die Filter bestimmen lediglich wie die Nachricht beim Benutzer ankommt. Also auch in der dritten Priorität findet Kommunikation statt, nur auf einer anderen Art.

5. Kontaktdarstellungen


Der Kontakt sieht, in welcher Priorität ihn der Benutzer eingestuft hat, ebenso sieht der Benutzer auch, wie der Kontakt ihn eingestuft hat. Die Einstufungen werden anhand eines Bildkonzeptes dargestellt. Ist ein Kontakt für den Benutzer sehr gut erreichbar, wird er dem Benutzer von vorne gezeigt, ist er bedingt erreichbar, zeigt die Software ihn von der Seite und ist er beschäftigt, wird der Kontakt von hinten gezeigt. Zu erwähnen ist hier die Doppelkodierung. Dem Benutzer selbst wird durch Transparenzen unterstützend gezeigt, welchen Kontakt er gut erreichen kann. Somit treten nur potentielle Kommunikationspartner in den Vordergrund. Hier sehen wir den Bezug zur analogen Welt. Das Kontaktbild wird durch einen äußerem Rahmen unterstützt, der die Gruppenzugehörigkeit visualisiert.

Ebenfalls kann der Benutzer einstellen, wie er seine Kontakte sehen möchte. Er kann zwischen rein bildlichen, einer typografischen oder auch kombinierten Darstellungen wählen. Das Prinzip der Transparenzen haben wir ebenfalls bei der Typografie und der kombinierten Darstellung angewendet. Bei der Schrift haben wir uns für eine Condensed-Schrift entschieden, die Arial Narrow. Der Benutzer kann seine Kontakte auch nach sozialen Gruppe ordnen oder alphabetisch sortieren. Wir haben unterschiedliche Darstellungsarten in unserer Software integriert um eine optimale Benutzerführung zu garantieren. Je nach dem welchen Kontakt man sucht, kann man die jeweilige, best geeigneteste Kontaktdarstellung einstellen. Dadurch kann der Benutzer in großen Teilen seine Software personalisieren und die Darstellungsarten seinen Wünschen anpassen. Die Darstellung wird geändert, in dem der Benutzer mit der Maus auf den Hintergrund klickt und durch ein Mausfeedback somit die Einstellungen vornehmen kann. Die unterschiedlichen Darstellungen sind in einem x-y-Koordinatensystem festgehalten.

Die Software ist in drei Ebenen aufgeteilt, der Kommunikationsebene – am linken Rand – der administrativen-, Kontaktdarstellungsebene und der Zeitleiste, bzw. Nachrichtenprotokoll am unteren Rand. Die administrative Ebene umfasst 32 Kontakte, hat man mehr Kontakte, kann man diese auf mehrere unterschiedliche Ebenen aufbauen.

Der Benutzer bildet den Mittelpunkt des Kreises, sind Kontakte in der Mitte, also nahe beim Benutzer, dann er ihn am besten erreichen, ist er weiter von ihm entfernt, also sitzt der Kontakt am äußeren Prioritätenkreis, kann er ihn am schlechtesten erreichen. Hier gilt das Prinzip der Nähe. Den Kontakt kann man in unterschiedliche Prioritäten einstufen, in dem ich ihn mit einem linken Mausklick anfasse und verschiebe, oder gar den ganzen Prioritätenkreis anfasse und ihn entsprechend in der Größe verschiebe.

Wenn ich mit der Maus über die Kontakte fahre, also bei einem Rollover, habe ich neben einem vergrösserten Foto, dass ich immer von vorne sehe, zusätzliche Informationen über den Kontakt, die ich ihm als Benutzer selbst gegeben habe.

6. Kommunikationsebene


Die Kommunikationsebene führt unterschiedliche Kommunikationsarten zusammen. Generell unterscheiden wir nur noch zwischen zwei Eingabemöglichkeiten, nämlich Text- und Spracheingabe. Bei der Spracheingabe kann der Benutzer optional noch seine Webcam dazuschalten. Nachdem der Benutzer sich für eine Eingabemöglichkeit entschieden hat, gleicht die Software ab, wie der Kontakt den Benutzer eingestuft hat. Demnach bekommt der Benutzer ein Feedback von der Software, ob die Nachricht synchron – also in Echtzeit – oder asynchron – sprich zeitversetzt – übermittelt wird. Bei der Kommunikationsebene war uns wichtig, dass der Benutzer in der Senderposition nicht eingeschränkt wird. Er soll trotzdem so kommunizieren können wie er es möchte. D.h. wenn er lieber sprechen anstatt schreiben möchte, kann er dies gerne tun und die Nachricht als Voice-Mail senden.

Der Kontakt wird mit einem Linksklick auf die Kommunikationsebene geschoben. Dann wird das Kommunikationsfeld aufgeschoben. Auch aus dieser Position ist es möglich, Kontakte auf die Kommunikationsebene zu setzen, in dem man die Kontaktdarstellung dreht.

Mit einem Doppelklick wird sofort ein Texteingabefeld geöffnet. Der Benutzer kann mit dem Schreiben sofort beginnen. Die Verbindungslinien zeigen dem Benutzer nicht nur, mit wem er kommuniziert, sondern gibt durch die gestrichelte Linie Auskunft über die Aktivität. Die Halbkreise über den geschriebenen Texten geben Auskunft über die Menge und von welchem Sender der Text kommt. Icons in dem Texteingabefeld sagen dem Benutzer um welche Kommunikationsart er sich befindet. Geschriebenes wandert von rechts nach links, zeitgleich wie die Zeitleiste am unteren Rand. Geschickte Texte verblassen und treten in den Hintergrund, mit einem Scrollbalken kann ich geschriebenes hervorheben und nachlesen.

7. Spracheingabe


Möchte man einen Kontakt anrufen, er sich aber in der zweiten Priorität befindet, kann der Benutzer ihn eine Sprachnachricht schicken. Durch ein Feedback wird der Benutzer aufgefordert entweder die Kommunikation zu ändern oder eine Sprachnachricht aufzunehmen.

Ist ein Telefongespräch mit einem Kontakt möglich, kann er eine Videokommunikation starten. Ändert sich das Profilbild beim Kontakt allerdings nur in ein Schwarz/Weiß-Standbild, kann das zwei Ursachen haben, entweder der Kontakt hat in dem Moment keine Webcam installiert, oder der Benutzer hat ihn – durch eine Umleitung – gerade auf seinem Handy angerufen. Durch drag&drop kann man jederzeit weitere Kontakte hinzufügen und auch die Positionierung der Videobilder freiwählen. Die gestrichelte Linie zeigt, ob eine Verbindung besteht. Telefonische Kommunikation kann man unter den Kontakten individuell schließen. Gibt dem Benutzer ein Standbild kein Mehrwert, kann er es jederzeit verkleinern.

8. Email


Aspekte der verbalen Kommunikation wie Intonation, Gestik und Mimik wurden in der Textkommunikation integriert. Dies war für uns ein Punkt, um digitale Kommunikation persönlicher zu gestalten. Gewisse Emotionen kann man mittlerweile schon durch Emoticons oder ASCII-Zeichen ausdrücken. Ebenso kann man aber auch dem Geschriebenen zusätzliche Gewichtung und Bedeutung durch typografische Mittel zukommen lassen. So sind in der Software beispielsweise Funktionen enthalten, die es dem Benutzer erlauben, Dinge zu betonen. Dies kann der durch die Schriftgröße und -farbe beeinflussen. Ähnlich wie beim Mausfeedback markiert der Benutzer ein Wort und ändert die Einstellung hierfür durch Navigieren auf der x- und y-Achse. So kann beispielsweise Flüstern oder Schreien durch Textänderungen ausgedrückt werden.

Das E-Mail-Fenster geht automatisch auf wenn der Kontakt keine synchrone Kommunikation zulässt, wenn die Anzahl der Zeichen mehr als 100 betragen und durch Worterkennung wie "Sehr geehrte Damen ...." die Kommunikation eröffnet wird.

9. Nachrichtenprotokoll


Das Nachrichtenprotokoll gibt dem Benutzer einen Überblick über sein Kommunikationsverhalten. Hier werden eingehende und ausgehende Nachrichten dokumentiert. Es zeigt dem Benutzer an, mit wem er wann und wie kommuniziert. Die Länge der Linien drückt die Dauer der Kommunikation aus, ein Icon symbolisiert um welche Kommunikationsart es sich handelt. Die Farbkodierung zeigt welcher sozialen Gruppe der Kontakt angehört. Anhand des Scrollbars kann der Benutzer sein Kommunikationsverhalten zurückverfolgen. Dieser hat noch eine zusätzlich Funktion. Dabei handelt es sich um eine zoombare Zeitleiste, d.h. der Benutzer kann sich einen bestimmten Zeitraum genauer anschauen. Dies geschieht durch kleine Anfasser an den Enden des Scrollbars. Durch Verschieben der Anfasser grenzt man den Bereich der Zeit ein.


Außerdem kann man durch Hochschieben der Zeitleiste auf die Archivierung zugreifen. Durch Kategorisierung wird Kommunikation in einem bestimmten Zeitraum angezeigt. Durch Anklicken einzelner Kommunikation werden Details, wie Empfängername sichtbar. Man kann auch in die Kommunikationsübersicht hineinzoomen und erfährt somit eine zusätzliche Information über Rechtschreibung- und Grammatikprüfung. Hierbei ist nicht nur die herkömmliche Rechschreibprüfung gemeint, sonder eine "neue" Prüfung, die die heutige erfundene Schreibweise wie "lol", "n1" oder "g8" etc. mit einschließt.

Das Nachrichtenprotokoll war für uns ein Ausblick, wie man die Software noch weiter ausarbeiten kann.


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1 Kommentar:

Viktor hat gesagt…

Ich bin schwer beindruckt!